Medikamente

Schmerz­mit­tel mit ver­schie­de­nen Wirk­stof­fen gegen Regelschmerzen.

Regel­schmer­zen kön­nen für die betrof­fene Frau äußerst unan­ge­nehm sein, mit­un­ter muss der behan­delnde Arzt eine Krank­mel­dung für meh­rere Tage aus­stel­len. Gegen diese Form der Mens­trua­ti­ons­be­schwer­den wer­den Schmerz­mit­tel mit unter­schied­li­chen Wirk­stof­fen ein­ge­setzt. Bei leich­ten bis mitt­le­ren Schmer­zen reicht oft­mals die Ein­nahme von Par­acet­amol aus. Die­ses Prä­pa­rat hat nur wenige Neben­wir­kun­gen und kann beden­ken­los für zwei bis drei Tage ein­ge­nom­men wer­den. Es ste­hen auch Kom­bi­na­tio­nen von Par­acet­amol und Busco­pan zur Ver­fü­gung, diese sol­len beson­ders krampf­lö­send wir­ken. Bei stär­ke­ren Schmer­zen hat sich Ibu­pro­fen bewährt, diese hem­men den Schmerz­bo­ten­stoff im Kör­per der Frau und lin­dern die Beschwer­den rela­tiv schnell. Ibu­pro­fen sollte bei vor­lie­gen­den Magen­be­schwer­den nicht ein­ge­nom­men wer­den, da Neben­wir­kun­gen wie Durch­fall und Übel­keit mög­lich sind.

Kon­tra­zep­tiva kön­nen Mens­trua­ti­ons­be­schwer­den dau­er­haft lindern.

Wäh­rend der Mens­trua­tion sinkt der Pro­ges­te­ron­ge­halt im Kör­per der betrof­fe­nen Frau schnell ab. Durch die­sen Umstand kommt es zu Kon­trak­tio­nen der Gebär­mut­ter, die Schleim­haut wird abge­sto­ßen. Auf­grund der Kon­trak­tio­nen wie­derum ist eine Man­gel­durch­blu­tung der Gebär­mut­ter mög­lich, was zu kramp­f­ar­ti­gen Schmer­zen bei der Frau füh­ren kann. Die­ser Kreis­lauf kann durch die Ein­nahme der Anti-Baby-Pille durch­bro­chen wer­den, Kon­tra­zep­tiva sor­gen für einen dau­er­haft hohen Pro­ges­te­ron­spie­gel und mil­dern Mens­trua­ti­ons­be­schwer­den deut­lich ab. Wie jedes Medi­ka­ment kann es aller­dings auch bei der Ein­nahme von Kon­tra­zep­tiva zu Neben­wir­kun­gen kom­men. Zudem gibt es Risi­ko­pa­ti­en­ten, die diese Medi­ka­mente auf­grund der Gefahr eines Gefäß­ver­schlus­ses nicht ein­neh­men soll­ten. Zu die­ser Risi­ko­gruppe gehö­ren Rau­che­rin­nen ebenso wie über­ge­wich­tige Frauen, im schlimms­ten Fall kann hier eine Throm­bose aus­ge­löst wer­den. Für Pati­en­tin­nen mit Kin­der­wunsch kommt die Ein­nahme der Anti-Baby-Pille eben­falls nicht in Frage.

Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel lin­dern oft­mals Menstruationsbeschwerden.

Jeder Kör­per rea­giert auf die Nah­rungs­auf­nahme mit Wohl­be­fin­den oder Miss­emp­fin­den. Wer­den dau­er­haft unge­sunde Nah­rungs­mit­tel auf­ge­nom­men, kann es zu mas­si­ven Man­gel­er­schei­nun­gen und einem aus­ge­präg­ten Unwohl­sein kom­men. Auch im Hin­blick auf die Mens­trua­tion spielt die Ernäh­rung eine große Rolle. Eisen– und Magne­sium­man­gel kön­nen die Beschwer­den wäh­rend der Periode ver­stär­ken. Viele Frauen bekom­men bei Mens­trua­ti­ons­be­schwer­den zunächst Magne­sium und Eisen ver­ord­net, anhand einer Blut­un­ter­su­chung kann fest­ge­stellt wer­den, ob bei der Betrof­fe­nen ein Man­gel die­ser Sub­stan­zen vor­liegt. Ins­be­son­dere Magne­sium ist in der Lage, dau­er­haft den quä­len­den Regel­schmer­zen vorzubeugen.

Medi­ka­mente gegen psy­cho­lo­gi­sche Sym­ptome kön­nen Mens­trua­ti­ons­be­schwer­den lindern.

Nicht nur der Kör­per, son­dern auch die Psy­che rea­giert mit­un­ter sehr emp­find­lich auf die hor­mo­nel­len Schwan­kun­gen im weib­li­chen Orga­nis­mus. Sind psy­chi­sche Sym­ptome beson­ders stark aus­ge­prägt, kann die Ein­nahme von Anti­de­pres­siva erfor­der­lich wer­den. Zunächst wird der Arzt sei­ner Pati­en­tin die Ein­nahme von pflanz­li­chen Prä­pa­ra­ten emp­feh­len, bei leich­ten Stim­mungs­schwan­kun­gen und Depres­sio­nen haben Medi­ka­mente mit dem Wirk­stoff Johan­nis­kraut gute Ergeb­nisse erzie­len kön­nen. Sind die Sym­ptome stär­ker aus­ge­prägt und belas­ten die betrof­fene Frau auch über die Mens­trua­tion hin­aus, kann die Ein­nahme von Anti­de­pres­siva erfor­der­lich wer­den. Hier wer­den häu­fig soge­nannte SSRI ver­ord­net, diese Medi­ka­mente sor­gen für die Spei­che­rung von Sero­to­nin im Hirn und somit für eine Lin­de­rung von Depres­sio­nen. Einige Frauen lei­den wäh­rend ihrer Mens­trua­tion unter Angst– und Schlaf­stö­run­gen, hier hat sich Bal­drian als hilf­reich erwie­sen. Bevor sich eine Pati­en­tin für die Ein­nahme von Medi­ka­men­ten gegen die psy­chi­schen Sym­ptome ent­schei­det, soll­ten alter­na­tive Behand­lungs­me­tho­den in Erwä­gung gezo­gen wer­den. Mit­un­ter kann auch eine Licht­the­ra­pie zur Behand­lung von Depres­sio­nen und Stim­mungs­schwan­kun­gen ein­ge­setzt wer­den. Wel­che The­ra­pie tat­säch­lich anschlägt, ist von Frau zu Frau verschieden.

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